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Verdauungsprobleme – Was kann ich dagegen tun?

Hallo ihr Lieben. 🙋🏼‍♀️ Schön, dass ihr da seid. 🤗 Heute möchte ich mich endlich mal dem Thema Verdauungsprobleme widmen, da ich in der Vergangenheit selbst Probleme damit hatte und zum Teil auch immer noch habe. Allerdings ist es seit ein paar Wochen schon um einiges besser geworden und ich will euch gerne erzählen, was ich dagegen gemacht habe und was die Ursache für die meisten Probleme bei der Verdauung darstellen. Für viele ist dieses Thema leider noch absolut Tabu und aus diesem Grund auch viel zu peinlich, darüber zu sprechen. Ich will das mit diesem Betrag ändern oder euch zumindest die Möglichkeit geben, etwas dagegen tun zu können. Ich habe in den vergangenen Tagen nämlich sehr viele Nachrichten dazu bekommen und gesehen, dass ich längst nicht die Einzige bin, die damit struggelt…

Die häufigste Ursachen für Verdauungsprobleme:

Ich kämpfe jetzt seit 1,5 Jahren damit und kann sagen, ich hab so einiges durch… Durch eine Antibiotika Therapie aufgrund von Helicobacter Plori und dem Ausbleiben der Probleme für ca. 2 Monate vor einem Jahr weiß ich, dass mit meinem Darm alles Ok ist und der Grund dafür Bakterien sein müssen! Wir haben alle eine Menge davon in uns und besonders in unserem Darm. Ohne wären wir nicht in der Lage unser Essen zu verdauen. Nun gibt es neben den guten Bakterien aber auch immer ein paar „schlechte“. Ich schreibe das bewusst in Anführungszeichen, da sie in einer Gewissen Menge absolut Notwendig sind aber es aufgrund von schlechter Ernährung, zu viel Antibiotika, Stress oder anderen Medikamenten oft dazu kommen kann, dass diese die Überhand gewinnen und eine Menge Gas erzeugen. Gas, welches unser Körper nicht handhaben kann.

Dieses äußert sich durch Magen- und Darmschmerzen, Blähungen und Völlegefühl. Und ich rede hier nicht von dem normalen Foodbaby nach dem Essen. 😂 Gleichzeitig kann es dazu kommen, dass auf einmal Unverträglichkeiten aufkommen, die zuvor nie da gewesen sind… Laktose-, Gluten-, Fruktose-, Histaminintoleranz usw. Was kann man aber jetzt dagegen tun? 🤷🏼‍♀️

Und was kann ich nun dagegen tun?

Es hat mich über 1,5 Jahre gebraucht, um an diesen Punkt zu kommen. Warum muss man sich eigentlich immer so schnell abfertigen lassen und alles selbst herausfinden, wenn es um Verdauungsprobleme geht? Mit Ärzten habe ich leider nur schlechte Erfahrungen machen können. Wie ist es mit euch? 🤷🏼‍♀️

Es gibt sicher nie für jedes Problem die selbe Therapie und jeder reagiert auf bestimmte Lebensmittel und Medikamente anders aber was ich daraus gelernt habe ist, dass oftmals das gleiche Problem dahinter steckt: Eine Dysbalance der Darmflora. 👀 

Aus diesem Grund ist es für die meisten zunächst das größte und wichtigste Ziel, genau diese wieder ins Gleichgewicht zu bringen! Sobald im Darm wieder ausreichend gute Bakterien vorhanden sind, können Kohlenhydrate, Proteine und Fette auch wieder richtig aufgespalten und verdaut werden. Das probateste Mittel sind an dieser Stelle Probiotika 💪🏼(dazu gleich mehr).

Die besten Mittel für Verdauungsprobleme:

Wie man hier aber die richtige Wahl trifft, ist sicher nicht gerade überschaubar und auch ich habe vieles ausprobiert und lernen müssen. An dieser Stelle kann ich euch aber natürlich erzählen, was mir geholfen hat und womit ich an den jetzigen Punkt einer fast wieder richtig funktionieren Verdauung gekommen bin. Glaubt mir, wenn man Monate lang, wenn nicht sogar Jahre mit Verdauungsproblemen zu kämpfen hatte, wünscht man sich nichts anderes mehr…

Die Verlinkten Produkte sind alle von mir selbst gekauft, genutzt und für gut befunden! Wenn ihr sie über meinen Link in den Warenkorb legt, könnt ihr mich auf diese Weise für meine Mühe unterstützen. Für euch entstehen so KEINE weiteren Kosten! Vielen Dank ❣

Sellerie Saft – echt jetzt?

Das erste, was ich probiert habe und was ich euch definitiv empfehlen kann, wenn ihr mit Verstopfungen zu kämpfen habt 🙈ist Sellerie Saft. Hört sich erstmal komisch an, macht aber durchaus Sinn. Viele beschreiben ihn als den Heiligen Gral für Verdauungsprobleme und vieles mehr. Das würde ich so nicht Unterschreiben aber Sellerie hat Eigenschaften, die einem natürlichen Abführmittel am nächsten kommen. Außerdem hält er unseren Körper hydriert, versorgt uns mit wichtigen Vitaminen und Antioxidantien und unterstützt damit die Leber beim entgiften!

Kalium ist unter anderem einer seiner Inhaltsstoffe, welches Bestandteil unserer Verdauungssäfte im Magen-Darm- Trakt ist und durch die Aktivität einiger Enzyme hält es unseren Stoffwechsel und unsere Verdauung in Ordnung. Ich finde, es ist definitiv einen Versuch wert, denn schaden kann es auf keinen Fall! Oder was meint ihr? 🙋🏼‍♀️

Am besten Morgens auf nüchternen Magen eine komplette Staude Sellerie entsaften und auf nüchternen Magen trinken. Wer keinen Entsafter hat: Er lässt sich mit etwas Wasser auch super im Mixer zerkleinern und durch ein Nussmilch Tuch pressen (ist meiner Meinung nach sogar effizienter und viel günstiger). Benutzt am besten sehr grüne Stauden und wascht ihn vorher gut.

Selleriesaft wirkt unterstützend bei Verdauungsproblemen wie Verstopfungen.
Bild von ptanpm auf Pixabay

Probiotika – das Neunplusultra!

Probiotika sind die 2te und für mich sogar wichtigste Lösung für Verdauungsprobleme! Warum? Weil sie aus „guten“ Bakterienstämmen bestehen. Milchsäurebakterien wie Lactobacillus, Streptococcus und Bifidobakterien sind maßgeblich Verantwortlich für eine intakte Verdauung und stellen gleichzeitig das Gleichgewicht der Darmflora wieder her, wenn sie in ausreichenden Mengen vorhanden sind.

Achtete beim Kauf eines Probiotikas immer darauf, dass neben ausreichend lebenden Milchsäurebakterien und verschieden Kulturen auch immer Inulin vorhanden ist, welches direkt als Futter für die Bakterien herangezogen werden kann. Ich kann euch dieses von Dr. Wolz empfehlen.

Bei starken Beschwerden, besonders in Verbindung mit Verstopfungen empfehle ich euch allerdings zunächst das Probiotikum von MUTAFLOR®. Es enthält den Escherichia coli Stamm Nissle, welcher ein ganz natürlicher Darmbesiedler ist. Er wirkt im Darm selbst entzündungshemmend und gegen Krankheitserregende Mikroorganismen, durch die es oft zu Unverträglichkeiten kommen kann. Darüberhinaus regt es die Aktivität der Darmmuskulatur (Peristaltik) an und dient als Energielieferanten für die Schleimhaut des Dickdarms und fördert ihre Durchblutung.

Zu guter letzt habe ich neben MUTAFLOR noch ein Probiotikum namens Bacillus Subtilis ausprobiert, welches sich für mich sehr vielversprechend für Verdauungsprobleme angehört hat. Ihr könnt es auch einfach gerne alles im Wechsel probieren und schauen, was euch am Ende hilft. Allgemein werde ich die Gabe von Probiotika so schnell nicht stoppen, da es zum einen keinen Nachteil darstellt und zum anderen wirklich etwas bringt!

Enzyme für unsere Verdauung:

Sowohl im Mund, Magen als auch Darm werden Enzyme gebildet, die unsere Nahrung in seine Bestandteile aufspaltet um sie für den Stoffwechsel verwertbar zu machen. Neben den Stoffwechselenzymen und Verdauungsenzymen aus Bauchspeicheldrüse, Leber und Magen gibt es noch die sogenannten Nahrungsenzyme. Sie werden durch die Nahrung aufgenommen. Es gibt verschiedene Ursachen für Enzymmangel. Die bekannteste ist z.B. eine angeborene Laktose-Intoleranz, bei der keine Laktase gebildet werden kann (Enzyme enden fast immer auf -ase).

Aber wie hilft das jetzt für meine Verdauungsprobleme weiter? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es meiner Verdauung geholfen hat, Nahrungsenzyme während des Essens zu mir zu nehmen. Dazu kann ich euch Super Enzymes empfehlen. Darüber hinaus habe ich im Anschluss lediglich die Einnahme von Bromelain (ein Enzym aus der Ananas) ausprobiert und auch das hat mir sehr gut geholfen.

Kurkuma – Das super Gewürz schlechthin!

Kurz gesagt: Kurkuma regt die Gallensäure Produktion an, welche dabei hilft, unsere Nahrung zu zersetzen. Daneben hat es eine höchst antientzündliche und sogar schmerzlindernde Wirkung. Ich nehme es zu jeder Mahlzeit in Form von Tabletten, da es höher Dosiert ist und ich es in der Menge im Essen nicht mag. Wer will das auch schon in seinen süßen Pancakes? 😂 Achtet beim Kauf unbedingt darauf, dass es Piperin enthält. Nur so kann das Curcumin richtig vom Körper aufgenommen werden! Ich benutze am liebsten dieses Produkt, da es wirklich hoch dosiert ist und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis hat.

Kurkuma hilft bei Verdauungsproblemen und wirkt gegen Entzündungen.
Bild von Steve Buissinne auf Pixabay

Apfelessig – Altes Hausmittel mit großer Wirkung:

Hört sich einfach an, ist es auch. 🤗 Apfelessig wird aus Apfelwein hergestellt, der mit Essigbakterien versetzt und fermentiert wird. Die dadurch enthaltenen Bakterien gelangen wahrscheinlich leider nicht in unseren Darm um so gegen Verdauungsprobleme zu helfen. Da eignet sich der Verzehr eines unbehandelten und ungewaschenen Bio Apfel vermutlich 1000x mehr, da der resistente Biofilm des Apfels dem standhalten kann. Allerdings regt er die Sekretion der Speicheldrüsen an, was wiederum das Verdauen der Speisen beschleunigt: Die Nährstoffe gelangen besser in den Organismus, Abbauprodukte werden schneller ausgeschieden. Auch hier wieder: Es kann nicht schaden, ausprobieren zeigt es am Ende.

Ich empfehle euch 1-2 EL Apfelessig mit lauwarmen Wasser gemischt vor dem Essen zu trinken. Auf keinen Fall unverdünnt, das reizt die Schleimhäute im Hals! Benutzt dazu am besten einen Apfelessig mit Mutter.

Apfelessig für eine bessere Verdauung bei Verdauungsprobleme.
Bild von silviarita auf Pixabay

Darmreinigung? Bringt es was?:

Eine sogenannte Darmreinigung ist Bullshit!!!! Schmeißt euer Geld bitte NICHT für solche Mittel raus!! Der Darm reinigt sich selber. Das ist genauso wie mit der Leber und dem Entgiften! Wir können Darm und Leber unterstützen, ihnen aber nicht die Arbeit abnehmen. Solche Mittel werden im Internet zuhauf beworben um mit den Problemen anderer Geld zu verdienen! Ihr braucht das nicht.

Flohsamenschalen:

Wenn ihr gerne noch etwas mehr tun wollt, probiert es doch einfach mal NUR mit Flohsamenschalen aus. Dazu mischt ihr einfach zunächst 5g mit mit 250ml Wasser, lasst sie 3 Minuten quellen und trinkt sie dann. Ganz wichtig: Danach noch schluckweise ein Glas Wasser hinterher trinken, damit sie genug Flüssigkeit aufsaugen können und nicht zu Verstopfungen führen! Flohsamenschalen wirken nämlich dagegen, bzw. gleichzeitg gegen Durchfall, da sie den Stuhl ausreichend mit Flüssigkeit füllen und dabei direkt auch binden.

Selbstgemachter Drink für die Darmgesundheit:

Zum Schluss habe ich noch einen Tipp für euch. Dieser Drink regt die Verdauung an, schützt besonders durch das enthaltene Glutamin die Darmschleimhaut und wirkt so dem sogenannten Leaky Gut entgegen und sorgt für einen besseren Stuhlgang:

  • 5-10g Flohsamenschalen
  • 1-2 EL Apfelessig
  • 250ml warmes Wasser
  • 5-10g Glutamin

Anschließend bitte wieder schluckweise ein weiteres Glas Wasser hinterher trinken. Das ganze morgens, ca. eine halbe Stunde vor dem Frühstück und über einen längeren Zeitraum testen. Ich vertrage seitdem wieder viel besser Gluten (was nicht heißt, dass ich es in Mengen zu mir nehme aber ein Teller frische Pasta sollte doch auch mal drin sein oder?).

Abschließende Worte:

Du hast bis hierhin gelesen? Dann geht es dir vermutlich genauso, wie es mir sehr lange Zeit ging… Was du noch gegen deine Verdauungsprobleme unternehmen kannst:

  • Lass deinem Körper Zeit! Erwarte nicht, dass diese Tipps von heute auf morgen wirke. Führe am besten ein Tagebuch, so kannst du sehen, was sich verbessert und bist nicht zu schnell frustriert. Heilung wird oftmals nicht so schnell wahrgenommen, weil man immer alles sofort und ganz will…
  • Ernähre dich gesund! Ich habe auf meiner Seite viele Rezepte, die vor allem zuckerfrei und zum größten Teil auch glutenfrei sind, falls du nicht auf Süßes verzichten willst (wer kann und will das schon? 😂)
  • Vermeide zunächst alle Lebensmittel, die starke Symptome bei die auslösen und versuche sie nach und nach in kleinen Mengen zu integrieren. Bei mir waren das vor allem Ballaststoffe aus Gemüse und Gluten. 🙈Eine Low Food Map Diät kann helfen, muss aber nicht.
  • Verzichte eine Zeitlang weitestgehend auf künstliche Süßstoffe wie Apartam, Acesulfam-K, Sorbit, Maltit etc. Ja, sie mögen in den Mengen, in denen wir sie konsumieren nicht gesundheitsschädlich sein aber es gibt mittlerweile Studien darüber, dass sie eine negative Wirkung auf unsere Darmflora haben. Ich Süße zur Zeit nur noch mit Stevia und Erythrit, welche von unseren Darmbakterien nicht verwertet werden können. Auf light Getränke verzichte ich komplett, da sie große Mengen künstlicher Süßstoffe enthalten und Symptome zudem noch stark triggern können. Ein paar Tropfen Flavordrops im Kaffe, Quark oder Kuchen machen den Kohl allerdings nicht Fett! Zuletzt gilt auch hier wieder: Es schadet euch nicht, es einfach mal zu probieren. Als Proteinpulver empfehle ich euch übrigens dieses vegan Protein. Es ist mit Stevia gesüßt und wurde aus gesprossten Samen hersgestellt, welche besser verdaut werden können. Andere Proteinpulver werden aber normalerweise auch nicht in so großen Mengen verzehrt, dass ihr euch unbedingt ein Neues kaufen müsst. Wenn ihr allerdings Probleme mit eurem habt, würde ich es testen.

Hat euch dieser etwas andere Beitrag gefallen? Oder konnte er euch sogar weiter helfen? Lasst mir liebend gerne einen Kommentar dazu hier. 💖

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2 Comments

  • Antje

    Hallo liebe Dani,
    du sprichst mir aus der Seele und ich kann dir sagen: ich habe diese Probleme schon über 10 Jahre, mal mehr, mal weniger. Ich werde definitiv ein paar Tipps von Dir probieren. Kannst du sagen, wie lange es ungefähr gedauert hast, bist du einen positiven Effekt gemerkt hast? Und mich würde noch interessieren, ob du alle genannten Produkte nimmst oder erst mit einem begonnen und dann auf andere gewechselt hast? Du nimmst doch sicher nicht mehr alle Präparate aktuell oder? Verstopfung habe ich zum Glück nicht mehr, aber Völlegefühl und Blähungen..😩🤣
    Ich danke dir auf jeden Fall für diesen Beitrag.. 🙏🏻
    Liebe Grüße Antje

    18. Juli 2019 at 8:23 am Reply
    • Daniela Ruppert

      Hallo liebe Antje, vielen Dank für deinen Kommentar 🙂
      Das hat nach Einnahme des Mutaflor nur ein paar Tage gedauert. Mit den Probiotika von Dr. Wolz, welches ich zuerst getestet habe, habe ich eine Besserung verspürt aber längst nicht so wie mit dem Mutaflor. Das habe ich übrigens zeitgleich mit dem Bacillus genommen. Das Bacillus nehme ich weiterhin zusammen mit dem Bromelain und Curcuma zu jeder Mahlzeit und fange gerade an Stück für Stück mehr Gemüse sowie Linsen und Co mit einzubauen. Es gibt immer noch Tage, an denen ich Abends merke, etwas lief nicht optimal aber das hält sich in Grenzen. Ich wache jeden Morgen mit einem flachen Bauch auf, das war lange Zeit nicht mehr der Fall. Ich denke, man muss da einfach mal rumprobieren mit den Probiotika, weil unterschiedliche Bakterienstämme immer gut sind sind, die einen können für den einen schnelle Besserung erreichen, die anderen für den anderen aber schädlich sind sie alle nicht. Denke auch nicht, dass es problematisch ist mehrere gleichzeitig zu testen, solange das die Symptome nicht verschlimmert oder starken Durchfall verursacht. Ich wollte auf jeden Fall nicht noch länger warten alles einzeln durchzutesten 😅 Vielleicht war es auch nur das Bacillus Probiotika aber das glaube ich nicht. Den Drink habe ich zu Beginn auch täglich zu mit genommen, hat etwas nachgelassen aber Glutamin nehme ich noch regelmäßig und Apfelessig versuche ich auch weiterhin jeden Tag zu integrieren.
      Liebe Grüße,
      Dani

      26. Juli 2019 at 7:27 pm Reply

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